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Koria

Koria
Der Inselstaat Koria im Zentrum der magischen Dimension wirkt auf den ersten Blick leicht einzuschätzen: Die Bevölkerung ist konservativ, streng religiös und lässt verheiratete Frauen Kopftuch statt Eheringe tragen. Voller Konventionen und alter Traditionen grenzt das Land sich selbst ab, pflegt beispielsweise Polygamie und die Schere zwischen arm und reich klafft weit auseinander. Letzteres wird durch das Klima begünstigt, das oft so warm und trocken ist, dass Wasserknappheit herrscht und neben neuster Technik Nahrungsmittel die wichtigsten Importgüter sind. Koria kann sich genau das aber auch leisten, verfügt als einziges Land noch über Ressourcen eines für Technologien notwendigen Rohstoffs - und investiert vielleicht deswegen überproportional viel in die eigene Armee.

Population Bildungsstand Militärmacht Artenvielfalt techn. Fortschritt

Koria empfindet sich selbst als Erben des Großreichs Solaris und weist in seinen Herrschaftsstrukturen, der landesweiten Religiösität und dem Hofzeremoniell die höchsten Gemeinsamkeiten mit dem früheren Solaris auf. Entsprechend prunkvoll und streng hierarchisch ist die Herrschaft in Koria organisiert. In der absoluten Monarchie ist der Widerspruch oder die Befehlsverweigerung gegen den Herrscher mit Landesverrat gleichzusetzen und wird mit der Todesstrafe geahndet. Macht ist ein hohes Gut, Intrigen und Putschversuche haben eine gewisse Normalität und werden dadurch begünstigt, dass es kaum eigenständigen Adel in Koria gibt. Fast jeder Adelige ist mit der Königsfamilie verwandt und hat irgendeinen weit entfernten Anspruch auf den Thron.
Koria fördert diese Verhältnisse, indem die jeweils ersten Eheschließungen bevorzugt im eigenen Land beziehungsweise Adel geschlossen werden. Die Polygamie, die Männern wie Frauen offen steht, ermöglicht es jedoch, dass weitere Ehen auf der Basis von Zuneigung geschlossen werden können.
Gleichberechtigung bietet Koria auch bezüglich Titelvererbungen. Magische Begabungen macht die Geschlechter gleichwertig und sind die absolute Voraussetzung für das Erbe. Körperliche und geistige Unversehrtheit sowie Volljährigkeit sind weitere Kriterien. Regulär erbt das älteste Kind des Titelträgers, jedoch werden Ausnahmen für purpurgeborene Kinder - also Kinder, die erst während der Herrschaftszeit des Elternteils geboren wurden - gemacht. Diese werden bevorzugt.

Welche royalen Charaktere benannt oder bereits bespielt sind, kann der Liste entnommen werden.

Strahlend weiß, durchsetzt von ebenso blitzendem Glas und blau-goldenen Anstrichen an wichtigen Gebäuden erheben sich die Siedlungen Korias aus der Wüste und den braunen Bergen. Die Farbgebung ist ein Ausdruck des religiösen Ideals von Lichtdurchflutung und Reinheit und davon, dass Koria zu den religiösesten Gesellschaften der magischen Dimension gehört. Der ursprüngliche Glaube von Solaris, nach dem göttliche Zwillinge in einen ewigen Kampf um Gut und Böse verstrickt sind, ist noch sehr präsent. Man glaubt daran, dass der Mensch einerseits durch seine eigenen Entscheidungen in den Kampf eingreifen, andererseits durch Gebete Wohlwollen und Unterstützung erlangen kann. Bevorzugt wird dabei die Gunst des guten Gottes, in dessen bereits gewonnenes Reich man nach dem Tod aufgenommen werden will. Licht gilt als symbolisch für eben diese Gottheit, als reinigend. Gebete werden daher immer einer Lichtquelle zugewandt gesprochen und haben feste Zeiten in der Alltagsroutine Korias. Dazu wird ein als Kushti bezeichnetes Band genutzt, das ab der religiösen Initiation mit 7 Jahren als Armband oder Gürtel getragen werden kann. Knoten werden beim Beten gelöst oder geknüpft. Gesellschaftlichen Regeln nicht zu folgen, zeichnet einen sowohl in diesem Aspekt als auch in anderen als Anhänger des bösen Gottes aus und führt zu Ausgrenzung.

Diese Haltung ist so fest verankert, dass sich freizügige Modetrends in Koria nicht durchsetzen, klimatisch aber auch nicht zu empfehlen sind. Die verheiratete Frau trägt zum Zeichen ihres Familienstandes Kopftuch und macht teils mit dessen Verzierungen die Anzahl ihrer Ehemänner und damit ihren Wohlstand deutlich. Polygamie steht in Koria beiden Geschlechtern offen und führt für Außenstehende zu komplizierten Familienverhältnissen, die in Koria gelassen betrachtet werden. Problematischer ist, dass sich die moralischen Ansprüche der Religion nicht in der Lebenswelt wiederfinden. Die Schere zwischen arm und reich ist groß, so dass man hochmoderne Viertel mit Glasfassaden, historische Bauwerke, die an orientalische Märchen erinnern, und komplett heruntergekommene Landesteile findet. Küste und Inland weisen hohe Differenzen auf und es kommt regelmäßig zu Protesten, oft angeführt von religiösen Würdenträgern. In der Konsequenz daraus wird die Todesstrafe in Koria aktiv angewandt, Onlineaktivitäten sind staatlich überwacht und Energie wird in problematischen Siedlungsgebieten rationiert.

Optisch ist die Bevölkerung dagegen homogen. Sie entspricht nahezu durchgängig dem Hauttyp 4 und 5: braune bis dunkle Haut zu schwarzen Haaren und dunklen Augen, die arabisch bzw. orientalisch anmuten. Bei einer Geburtenrate von 2,89 Kindern ist die Bevölkerungszahl langsam wachsend, während es kaum Einwanderer gibt. Sofern diese nicht in Korias Königsfamilie einheiraten, werden sie vor allem als billige Arbeitskräfte akzeptiert, die wenig Einbindung in die Gesellschaft oder staatliche Angebote erfahren. Ausnahmen werden teils für magische Begabungen gemacht, denn Begabte werden in Koria allgemein höher geschätzt als Menschen. Dass Lichtmagie im eigenen Staat besonders häufig vorkommt, hält man darüber hinaus für ein wohlwollendes Zeichen der eigenen Gottheit.

Mit einer Schulpflicht kann Koria nicht aufwarten. Bildung ist in diesem Land eine Privatangelegenheit und eine Frage der finanziellen Möglichkeiten. Wer es sich leisten kann und etwas auf sich hält, entscheidet sich bereits bei der Elementarbildung für Privatunterricht. Kostenpflichtige und private Allgemeinbildende Schulen sind jedoch ebenfalls existent und reichen bis zur 5. oder 8. Klasse. Wer sich hinreichend früh für einen Lebensweg entscheiden kann, kann ab der 6. Klasse auf die Militärakademie wechseln und auch als Unbegabter früh auf ein Leben in der Armee vorbereitet werden. - Gerüchten zu Folge wird ein Teil jedes Jahrgangs zu Assassinen ausgebildet.

Auch weiterbildende Schulen für Hexen und Hexer sind im eigenen Land vorhanden, erreichen aber keine nennenswerte Größe. Oft sind sie nur eine Generation lang existent und aus der Initiative verbündeter Familien zur Ausbildung der eigenen Kinder entstanden. Ausländische Schüler sind an diesen Schulen nur ungern gesehen. Genauso schickt man den eigenen Nachwuchs nur selten ins Ausland, sondern setzt auf die bewährte private Ausbildung. Die individuellen Begabungen können so besser gefördert werden, sagt man und erhält als Ergebnis, dass Korias Begabte zwar einseitig ausgebildet, in ihren Talenten aber sehr stark sind.
Männliche Spezialisten werden an der Militärakademie ausgebildet. Feen und Spezialistinnen werden im Inland höchst selten ausgebildet.

Gemessen an den sozialen Missständen im Land und der vergleichsweise geringen Bevölkerung unterhält Koria ein großes, gut ausgerüstetes Militär. Dort Karriere zu machen, ist mit hohem Ansehen verbunden und wird von vielen Einwohnern als Chance gesehen. Ausgebildet werden die Soldaten des Landes nicht nur im Hinblick auf die kriegerische Verteidigung des Landes, sondern es wird allgemein in ihre Bildung investiert. Eine Berufsausbildung ist insbesondere im Rahmen der gehobenen Laufbahn Pflicht und sorgt dafür, dass das Militär erstens ein Selbstversorger ist, der wenig auf externe Dienstleister angewiesen ist. Zweitens haben so Soldaten, die aus Alters- oder Verletzungsgründen ausscheiden, eine Möglichkeit, ihren Unterhalt zu verbessern. Dass das Militär zusätzlich nicht nur zur Verteidigung des Landes und herausfordernden Rechtsdurchsetzungen im Inneren eingesetzt wird, rechtfertigt zusätzlich die hohen Ausgaben. Das Militär ist in die Organisation und Verwaltung des Landes eingebunden, sie ersetzen das in anderen Staaten übliche Beamtenwesen.
Als Staat ohne Landesgrenzen setzt Koria vor allen Dingen auf Luftfahrt und Marine. Alle Bereiche gelten jedoch als gut ausgerüstet. Selbst KI-Waffen sollen vorhanden sein, besagen Gerüchte. Denn Korias einzigartiger Rohstoff ermöglicht gute Deals mit Zenith, das dieses Material zur Produktion unbedingt braucht. Doch nicht weniger hartnäckig halten sich Gerüchte darüber, dass Koria über Assassinen verfüge: Militärangehörige, die den Tod in Kauf nehmen, wenn sie dabei nur ganz gezielt Staatsfeinde oder ranghohe Mitglieder eines anderen Landes töten. Koria lächelt dazu, schweigt und weiß genau: Assassinen sind heute lediglich eine Sekte in den Bergen einer Nebeninsel.

Korias Landschaftsbild ist wechselhaft. Auf der einen Seite gehört die Gegend zwischen den Flüssen Raschtul und Deqlath zu den fruchtbarsten der magischen Dimension. Hier soll die Wiege der Zivilisation gestanden haben. Auf der anderen Seite konkurriert Koria mit Solaria um den Titel des wasserärmsten Reichs. Die ungleiche Verteilung wird verstärkt durch lokale Interventionsversuche: Ist ein Staudamm, aus dem auch umliegende Regionen bewässert werden, für die Gegend gut, so leiden Siedlungen, die tiefer am gleichen, nun ausgedünnten Fluss liegen.
Heiße Tage wechseln sich mit Nächten ab, die sich oft ebenfalls kaum abkühlen. In manchen Gegenden ist die Luftfeuchtigkeit dazu hoch und gerade in Richtung Melody sind kurze, aber heftige Niederschläge möglich. Einen wirklichen Winter gibt es nicht, wenn ältere Einwohner auch darauf schwören, schon Schnee in Korias Wüstengegenden gesehen zu haben. Häufiger ist jedoch, dass die Wüste in Form von Sandstürmen Siedlungen und Grünflächen erreicht.

Die vorkommende Tier- und Pflanzenwelt ist an die Bedingungen angepasst und der Wüstenleopard das größte Raubtier des Staates. In der Wüste ist die Gegend oft unberührt, sie ist für Menschen nur von Interesse, wenn sich dort das schwarze Gold abbauen lässt. Der Rohstoff kommt inzwischen ausschließlich in Koria vor, ist unabdingbar für nahezu alle technologischen Produkte, selbst wenn diese mit Magie betrieben werden. Dem Abbau wird alles untergeordnet, wenn man die fruchtbaren Gebiete auch für die landwirtschaftliche Nutzung braucht.

Dank seiner exklusiven Ressourcen hat Koria gute Argumente für den Import jeglicher Technologien und ist entsprechend technisch sehr fortschrittlich. Sieht man davon ab, dass Korias Klima deutlich heißer ist, merkt man in einigen Stadtvierteln keinen Unterschied zu Zenith' modernsten Städten. Zwischen den Glasfronten der Hochhäuser, auch auf höheren Ebenen, verkehren schwebende Fahrzeuge. Die Geschäftsbesitzer bieten Holosysteme zur Anprobe nicht nur im eigenen Laden an, sondern haben die Reichweite bis in die Wohnungen ihrer Kunden. Korias Oberschicht kann sich jede Spielerei leisten, auf eigene Entwicklungen ist man auf Hardware-Ebene nicht angewiesen. Im Hinblick auf Software, insbesondere Zensurfilter, ist Koria jedoch eindeutig gut aufgestellt.
Diese Software gehört zu den wenigen Technologien, die zum Bedauern der Bevölkerung landesweit anzutreffen ist. Die technologische Ausstattung und Infrastruktur nimmt jenseits der Großstädte und ihrer reichen Viertel an, abzunehmen. Bis sie schließlich gar nicht mehr vorhanden ist, weil auf den Dörfern weder das Geld noch die Zeit dafür vorhanden ist, Technologien einzusetzen beziehungsweise sich ihren Unterhaltungsmöglichkeiten hinzugeben.

Fakten
Das Wichtigste in Kürze:
  1. Koria ist eine absolute Monarchie, in der fast jeder Adelige zur Königsfamilie gehört und Magie zu den Voraussetzungen fürs Erbe zählt und erste Ehen arrangiert werden
  2. Koria gestattet Polygamie, was Verbindungen aus Liebe zusätzlich ermöglicht
  3. Korias Wohlstandsgefälle ist hoch, besonders zwischen Küste und Inland
  4. Korias Bevölkerung ist sehr religiös und ethnisch homogen: sie ist arabisch/orientalisch-orientiert
  5. Korias Bildung kostet, kann aber sowohl auf allgemeiner als auch weiterführender, magischer Ebene sehr gut sein und Ausbildungen im eigenen Land werden bevorzugt
  6. Korias Begabte verfügen besonders häufig über Lichtmagie, was mit göttlicher Segnung in Verbindung gebracht wird
  7. Korias Militär ist antiproportional groß, gemessen an der Bevölkerung und dient dazu, Korias exklusive Bodenschätze verteidigen zu können
  8. Korias Vorbild für Klima und Natur ist der Oman
  9. Koria schwankt zwischen hoch-technologisiert und vollkommen frei davon, abhängig von den finanziellen Möglichkeiten