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Linphea

Linphea
Im Südwesten der magischen Dimension und in einem tropischen Klima liegt Linphea. Das Reich gilt als grüne Lunge und Medizinschrank der Nation, was sowohl für seine Artenvielfalt als auch die Begabten des Landes steht. Keine Magie ist in Linpheas dünner Bevölkerung so häufig vertreten wie Heilungsmagie und ein Ausdruck davon, dass nicht nur mit der Natur, sondern auch seinen Mitmenschen im Einklang gelebt wird. Unterstützt werden die Wertvorstellungen in Linphea, die Unterhaltungselektronik beispielsweise ablehnt, auch von der eigenen Religion. Auf Bildung wird großen Wert gelegt, wenn man auch keine international beliebten Magieschulen vorweisen kann und keine Spezialisten ausbildet - das eigene Militär ist stattdessen dimensionsführend im Katastrophenschutz. Herrscht ein König in anderen Staaten absolut von oben nach unten, ist er trotz matrilinear vererbtem Titel in Linphea nur Vertreter und Vermittler des Volks.

Population Bildungsstand Militärmacht Artenvielfalt techn. Fortschritt

Linphea stellt auch in seiner Herrschaftsform eine Besonderheit unter den Reichen der magischen Dimension dar. Von anderen als Wahlmonarchie betrachtet, funktioniert die Machtvergabe in Linphea jedoch gegensätzlich zur allgemeinen Vorstellung. Während üblicherweise der Monarch über alle Macht verfügt und seine Kompetenzen eingeschränkt an seine Bevölkerung abgibt, baut sich in Linphea die Macht vom Volk auf.
Zunächst wird innerhalb der eigenen Großfamilie - Lineage - ein Ältester, auch Graf genannt, bestimmt. Mehrere Lineages sind zu einem Clan zusammengefasst, deren Grafen aus ihrer Mitte den Herzog bestimmen. Beide Positionen sind nicht erblich und werden in jeder Generation von neuem festgelegt. Sowohl Männer, als auch Frauen können diese Positionen bekleiden.
Linpheas Herzöge wählen ihren König beziehungsweise ihre Königin. Dieser gewählte Herrscher hat wenig Entscheidungsgewalt und eher vermittelnde und beratende Kompetenzen. Auf internationaler Ebene ist er der Sprecher Linpheas und muss sich für Entscheidungen mit seinen Herzögen beraten. Das macht Verhandlungen mit Linphea langwierig und manchmal zermürbend, sorgt aber dafür, dass bei Entscheidungen möglichst viele Aspekte berücksichtigt werden.
Der Herrscher muss aus einer ganz bestimmten Lineage stammen und kann sowohl weiblich, als auch männlich sein. Eine bestimmte Rangfolge gibt es unter den Familienmitgliedern nicht. Im Gegensatz zu vielen anderen Staaten wird der Erbanspruch ausschließlich über die mütterliche Seite vererbt.
Die Partnerwahl ist in Linphea eine individuelle Entscheidung, jedoch haben die Eltern der Braut ein Mitspracherecht. Da der Mann immer in ihre Familie einheiratet, sollte er eine Unterstützung, keine Belastung für die Familie sein. Im ersten Jahr können Ehen mit dieser Argumentation von den Brauteltern wieder aufgehoben werden.

Welche royalen Charaktere benannt oder bereits bespielt sind, kann der Liste entnommen werden.

Dass Linphea bevölkert ist, kann man vielen Landesteilen gar nicht ansehen. Es zerreißen keine modernen Städte die Natur, sondern jede Siedlung scheint unter der Auflage zu existieren, sich in ihre Umgebung einzufügen und mit möglichst wenig Raum auszukommen. Auf engem Raum, mit vielen Familienmitgliedern unter einem Dach und ohne viele persönliche Besitztümer zu leben, ist für Linphea eine Normalität, zu der auch zählt, dass Landbesitz als völlig absurde Vorstellung gilt. Das Land gehört sich selbst, maximal dem großen Geist Dyras, an den man in Linphea glaubt. Und dieser hat die Welt seinen Kindern insgesamt zur Besiedlung, zur Ernährung, aber auch zum Schutz geschenkt. Nach der religiösen Vorstellung Linpheas ist in jedem Lebewesen ein Teil von Dyras, sodass Pflanzen, Tieren, Menschen und Begabten gleichermaßen Respekt entgegen gebracht wird. Einem geschlachteten Tier wird gedankt, dass es für die eigene Ernährung sein Leben gegeben hat und damit zugleich etwas Gutes für die Ahnengeister getan, die in der Glaubensvorstellung Linpheas eine wichtige Rolle spielen: Obwohl sie im Jenseits leben und nur wenig Einfluss auf Linphea nehmen können, sind sie die Verantwortung der Lebenden. Je tadelloser das eigene Leben, desto besser ergeht es den Ahnengeistern, die diesen Respekt verdient haben. Denn nur ihnen ist das eigene, gute Leben zu verdanken.

Das Denken in Familienstrukturen ist in Linphea ebenso präsent wie Religiösität. Neben der eigenen Lineage hat der eigene Clan eine hohe Bedeutung, innerhalb dessen man sich auf den gleichen Urahn beruft und ein Wappentier führt, besonders schützt und verehrt. Ehepartner müssen immer aus einer anderen Lineage kommen und Männer wechseln in den Haushalt ihrer Frau. Dabei haben die Brauteltern ein Mitsprache- beziehungsweise Vetorecht bis zum Ende des ersten Ehejahrs: Das neue Familienmitglied muss sich als Bereicherung für die Familie erweisen. Dies gilt neben Ehen auch für Einwanderungen. Zuzug nach Linphea setzt die Adoption in eine Lineage voraus, für die man seinen Wert beweisen muss. Eine Einwanderung ohne Sprachkenntnisse und Jobperspektive ist entsprechend unmöglich.

Einwanderungen sind aufgrund des komplexen Prozesses grundsätzlich selten und die Bevölkerung, die in anderen Ländern durchweg als arm gelten würde, optisch homogen. Einheimisch ist der Hauttyp 4: bräunliche Haut mit dunklen Augen und schwarzen Haaren sowie Zügen, die Südamerikanern oder Indígenas entsprechen. Mit einer Geburtenrate von 2,2 Kindern ist die Bevölkerung Linpheas in ihrer Größe stabil, verglichen mit der Landesmasse jedoch gering - und der Anteil Begabter insgesamt überdurchschnittlich hoch. Unter ihnen treten die Begabungen für Heilungs- und Traummagie am häufigsten auf.

So tief wie Chancengleichheit in Linpheas Glauben verwurzelt ist, so zugänglich ist auch das Bildungssystem. Da auf persönlichen Besitz wenig Wert gelegt wird, können staatliche Abgaben auf die eigene Wirtschaftsleistung hoch sein - und investiert werden diese Einnahmen in Bildungsinstitutionen des Landes. Hervorsticht hierbei das gut ausgebaute, vernetzte öffentliche Bibliothekssystem, das für jeden Einwohner ohne weitere Gebühren nutzbar ist.
Allgemeinbildende Schulen sind in den meisten größeren Ortschaften vorhanden. Dies bedeutet für die Schüler kleinerer Siedlungen entweder weite Wege oder ein Unterkommen bei Freunden oder Verwandten. Eine Schulpflicht gibt es grundsätzlich nicht, jedoch hat Bildung im Volk einen so hohen Wert, dass es selten Schulverweigerer oder Privatunterricht gibt.

Unter den weiterführenden Schulen sticht die Linphea-Schule besonders heraus. Hier werden Feen, Hexen und Hexer ausgebildet und besonderen Wert auf die Ausbildung der typischen Magieformen Linpheas gelegt. Heil- und Traummagier, aber auch Erdmagier empfinden die Schule daher als besonders empfehlenswerte Ausbildungsstätte. Weitere Schulen, die eine ähnliche Schwerpunktsetzung auf Natur, Heilung und Kommunikation aufweisen, sind im Land vorhanden. Lediglich Spezialisten werden in ganz Linphea nicht ausgebildet.

Aus der Perspektive eines jeden schlagkräftigen Militärs ist Linphea kein ernstzunehmender Gegner. Die eigene Armee ist zu klein, hat trotz der langen Küstenlinie keine nennenswerte Marine und auch insgesamt gilt: Die vorhandene Ausrüstung ist in ihrer Qualität zwar solide, aber erstens sind Kampfmittel sparsam angeschafft worden, zweitens strebt niemand danach, sie permanent durch die neusten Modelle zu ersetzen. Wer in der Bevölkerung den Wunsch nach einer tatsächlichen Militärkarriere verspürt, wandert aus - bevorzugt ins nördlich gelegene Eraklyon.
Gleichzeitig gibt es Themen, in denen ist Linphea anderen Staaten weit voraus. Wo es zum Kampf gegen andere Staaten und Armeen nicht taugt, ist Linpheas Militär umso besser darin, gegen die Natur und um Menschenleben zu kämpfen. Es gibt keine staatliche oder private Organisation, die sich auf die Ersthilfe im Katastrophenfall besser versteht. Überschwemmungen, Erdbeben, Vulkanausbrüche, Seuchen - Linpheas Militär kann es händeln. Damit sind sie im eigenen Land aktiv, übernehmen Krankentransporte aus zu schwachen Regionen und dürfen vor allem des Öfteren vermisste Touristen aufspüren. Doch auch international fordert man in naturbedingten Krisenfällen gern Hilfe aus Linphea an.

Das subtropisch bis tropische Linphea ist überwiegend von Wäldern bedeckt, die vielfach unberührt geblieben sind - und das auch bleiben sollen. Staatlich ausgewiesene Schutzgebiete werden keinen wirtschaftlichen Interessen geopfert, obwohl das Land für den Anbau von Soja und Kakao oder die Rinderzucht durchaus gebraucht würde. Doch auch außerhalb der Schutzzonen wird Rücksicht auf die Tier- und Pflanzenwelt genommen: Es gibt Quoten für den Fischfang und jegliche andere Naturnutzung, die peinlich genau eingehalten werden sollte, da andernfalls empfindlich hohe Strafen drohen.
Die Vielfalt an Tieren und Pflanzen ist in keinem anderen Staat höher. Bis heute wird angenommen, dass nicht alle Arten wissenschaftlich erfasst oder beispielsweise ihre Einsatzmöglichkeiten für die Medizin ausreichend erforscht sind. Gerade mit giftigen Kleintieren kann Linphea glänzen, während Jaguare die größten Raubtiere sind. Nutztiere bereichern nahezu jeden Haushalt, das Konzept von Haustieren, die zum reinen Vergnügen gehalten werden, scheint dagegen fremd zu sein.

Jahreszeiten in der typischen Einteilung sind nicht zu bemerken. Die kälteste Zeit des Jahres ist die Regenzeit, in der es jedoch nicht durchgängig regnet. Vielmehr sind ein bis zwei Mal am Tag heftige Platzregen zu erwarten und auch 'Kälte' ist relativ: Die Thermometer hat man schon sehr lange nicht mehr unter die 20°-Marke fallen sehen.

Linphea gehört zu den Ländern der magischen Dimension, die sich eine gute technologische Ausstattung eigentlich problemlos leisten könnten - und ist doch das einzige unter ihnen, das bewusst darauf verzichtet. Es gibt genau zwei Situationen, in denen man in Linphea mit Technologien in Berührung kommen kann: Im Rahmen des Militärs, das für seine Katastropheneinsätze entsprechend ausgerüstet ist, mit magiebetriebenen Fahr- und Fluggeräten schnell an seine Einsatzorte kommen kann. Und im Rahmen der Regierungsarbeit auf höchster Ebene. Die Regierungsgebäude der Hauptstadt sind aufwendig an internationale Netze angebunden - und von dieser Verbindung kann man in der Nähe dieser Häuser auch privat noch profitieren. Doch in der Regel fehlt es an Geräten. Elektronikgeschäfte gibt es in Linphea schlichtweg nicht. Wer aus dem Ausland Technologien einführt, als persönlicher Besitz, stellt schnell fest, wie sinnlos der Besitz in Linphea ist. Man weiß sich anders zu behelfen, interessiert sich für andere Dinge, hat keine Zeit, sich moderner Unterhaltungselektronik hinzugeben.

Fakten
Das Wichtigste in Kürze:
  1. Linphea gilt als Wahlmonarchie, in der das Volk über gewählte Grafen und Herzöge innerhalb ihrer Familienbande und Clans den Herrscher wählen, der mütterlicherseits aus der immer gleichen Familie stammt, matrilineare Erbfolgen und Eheschließungen geben den Brauteltern ein Jahr Vetorecht
  2. Linpheas Wohlstand ist auf einem insgesamt niedrigen Level, da nicht nach persönlichem Reichtum gestrebt wird
  3. Linpheas Bevölkerung ist auch optisch homogen: Südamerikaner und Indígena dienen als Vorbild
  4. Linphea bietet allgemeinbildende Schulen und weiterführende Magieschulen an, Spezialisten werden allerdings nicht ausgebildet
  5. Linpheas Begabte verfügen besonders häufig über Heilungs- und Traummagie
  6. Linphea misst dem Militär wenig verteidigende Bedeutung zu, im Katastrophenschutz zählt es aber zu den besten
  7. Linpheas landschaftliches und klimatisches Vorbild sind die südamerikanischen Tropenregionen
  8. Linphea lehnt technologischen Fortschritt vielfach komplett ab