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Pyros

Pyros
Dass Pyros als Staat existiert, ist lediglich eine Erinnerung der ältesten Einwohner der magischen Dimension. Die Landfläche im Nordosten ist eher existent, widersprüchlich und anarchisch besiedelt - sowohl von ursprünglichen Einwohnern als auch Glückssuchern und Arbeitern, die zur wirtschaftlichen Ausbeutung dahin gebracht wurden. Von einem Lebensstandard ist nicht zu sprechen, jede Siedlungseinheit organisiert sich selbst und muss aufgrund von Auseinandersetzungen und Umweltkatastrophen immer wieder ihre aufgebauten Strukturen zurücklassen. Vulkanausbrüche und Bürgerkriege hatten zum Niedergang des Staates geführt, deren Begabte heute vor allem Hexen und Hexer mit privater Ausbildung sind. Nur selten und über internationale Hilfsorganisationen können Einwohner mit einem Stipendium ausländische Schulen besuchen.

Population Bildungsstand Militärmacht Artenvielfalt techn. Fortschritt

Seit einigen Generationen ist die Herrschaftsform von Pyros tatsächlich Anarchie. Was dem einen nach paradiesischen Zuständen klingt, ist die Folge von Naturkatastrophen und Bürgerkriegen - und einem unpraktischen politischen System.
Während der Monarchie wurde Pyros nach dem Senioritätsprinzip regiert und Männer wie Frauen waren an der Landesspitze zugelassen. Einen untergeordneten Adel gab es nicht, sondern Herzogs- und Grafentitel lagen innerhalb der Königsfamilie. Sie waren jedoch nicht an eine Person oder einen Familienzweig verknüpft, sondern mit einem Rang in der Thronfolge verknüpft. So war der direkte Thronfolger auch Herzog der wichtigsten Hafenstadt. Änderte sich der Herrscher, rückte jener nicht nur im Rang, sondern auch im Adelstitel auf. Er wurde für ein anderes Gebiet, eine andere Bevölkerung zuständig - und fühlte hier doch keine Verantwortung. Wartend auf den politischen Aufstieg hatte in Pyros selten ein Mitglied der Königsfamilie Interesse an der Entwicklung von lokalen Gesetzen oder der Infrastruktur. Die Widersprüche im Lebensstandard führten schon damals zu Auseinandersetzungen.
Heute streiten sich verschiedene Lebensgemeinschaften um die Regionen mit den besten Bedingungen. Sie sind höchst individuell organisiert. In Pyros gibt es entsprechend keine einheitlichen Erbfolgen, keine allgemeine Heiratspolitik oder gar Titel oder Personen mit einem landesweiten Einfluss.

In Pyros von einer allgemeinen Bevölkerung zu sprechen, ist nicht möglich. Die Gegend ist die bevölkerungsärmste der magischen Dimension mit der geringsten Lebenserwartung. Selbst eine Geburtenrate von 2,4 Kindern pro Frau sorgt nicht für ein längerfristiges Bevölkerungswachstum. Naturkatastrophen und Kriege haben seit Generationen für eine Abwanderung gesorgt. Heute ist eine Auswanderung nur noch dann möglich oder interessant, wenn man in der Nähe der Grenze zu Domino lebt. Wer in Pyros geboren wird, stirbt hier auch - an der Natur oder Auseinandersetzungen mit anderen Lebensgemeinschaften oder gar der eigenen. Denn während es Abenteurer anzieht, die sich ein risikoreiches Leben in der Einsamkeit versprechen oder von Anarchie träumen, sind Pyros' Einwohner wenig an Individualität und Selbstbestimmung interessiert. Wer von den Regeln seiner Lebensgemeinschaft abweicht, hat schnell Existenzprobleme.

Wie die Gemeinschaften organisiert sind, ist sehr unterschiedlich und teilweise von religiösen Vorstellungen getragen. Begabte haben mit höherer Wahrscheinlichkeit eine führende Rolle, sind Hexen oder Hexer mit einer vergleichsweise schwachen Ausbildung. Feen sind selten, wenn sie vorkommen, jedoch sehr stark und erreichen schnell die höchste Verwandlungsstufe - nirgendwo anders als in Pyros ist es so leicht, sich für seine Mitmenschen einsetzen zu müssen und entsprechende Kräfte zu entwickeln. Feuer- und Erdmagie tritt bei allen Begabten am häufigsten auf.
Menschen stellen allein dadurch die größte Bevölkerungsgruppe in Pyros dar, dass sie ins Land gebracht werden. Pyros' Bodenschätze werden von internationalen Konzernen auf eigene Faust und oft ohne Magie abgebaut. Dafür werden Arbeiter ins Land gebracht, die wie ihre Herren und Abenteurer nicht gern gesehen sind.

Die indigene Bevölkerung Pyros' entspricht den Hauttypen 4 und 5. Sie hat gebräunte bis dunkle Haut, ebenso dunkle Haare und Augen - und könnten ihren Zügen zu folge aus Mittelamerika, beispielsweise Honduras, stammen. In Relation zu anderen Staaten leben alle Einwohner in Armut. Von Kleidung über Werkzeuge, Waffen und Unterkünfte behelfen sie sich mit dem, was die Natur zu bieten hat - oder von Einwanderern erbeutet werden konnte.

Über Pyros existieren keine Statistiken und Berichte hinsichtlich Alphabetisierungsraten oder gemeinschaftlicher Schulinitiativen. Bildung ist hier eine Mischung aus Zufall, Glück und privater Initiative. In der Regel erfolgt sie nicht in Form von gezieltem Unterricht, sondern in kleinen Päckchen, orientiert am Bedarf der aktuellen Lebenssituation. Praktische Fähigkeiten und Alltagszauber gelten als wichtiger als Lesen und Schreiben. Niemand in Pyros hat die finanziellen Mittel, um seine Kinder auf ausländische Schulen zu schicken. Dass auch die drei Schulen in Magix gelegentlich Schüler aus Pyros aufnehmen, ist auf die Initiative von Wohltätigkeitsorganisationen verschiedener Länder zurückzuführen. Diese vergeben Magiestipendien, die oft an Bedingungen wie Arbeitsjahre in einem bestimmten Land und Ort geknüpft sind. Magieschüler aus Pyros sind bei ihrem Ausbildungsbeginn oft einige Jahre älter als ihre Klassenkameraden.

In einem unbeständigen, weitgehend regierungslosen Land besteht naturgemäß auch kein einheitlich koordiniertes Militär. So stehen Pyros‘ Grenzen grundsätzlich offen und eine landesweite Streitkraft existiert nicht. Viel mehr haben sich die vielen kleinen Lebensgemeinschaften in ihren Dörfern und Kleinstädten selbst organisiert und verteidigen sich ebenso selbstständig. Aufgrund der schwächlichen Verteidigungslinie wäre es grundsätzlich jedem Land ein Leichtes, die Grenzen zu Pyros zu überwinden und das Land zu erobern, jedoch stehen Aufwand und Ertrag längst nicht im Verhältnis. Die beschwerliche Struktur des Landes sowohl kulturell als auch wirtschaftlich würden deutlich mehr Investitionen bedeuten, die aktuell kein anderes Reich tragen möchte. Die Erschließung des Landes wäre kompliziert und umfangreich und die Herrschaftssicherung angesichts der vielen autonomen Dörfer kaum effektiv durchzusetzen. So bleibt Pyros auch nach einigen gescheiterten Invasionsversuchen trotz fehlendem Militär selbstständig.

Die Ausrüstung der Gemeinden ist oft sehr unterschiedlich, in den meisten Dörfern mehr improvisiert denn wirklich innovativ. Die zunehmende Ausbeutung der ländlichen Güter und der Raubbau an der Natur durch Einwanderer und „Investoren“ bringt jedoch zunehmend mehr fortschrittliche Waren wie Waffen und Ausrüstung über die Landesgrenzen, womit nicht nur widerrechtlich Anspruch an dortigen Vorkommen erhoben, sondern auch die örtliche Bevölkerung als Miliz angeheuert wird. Allgemein hegt die Bevölkerung Pyros jedoch keinen Wunsch nach Eroberung und Führung, weshalb Eroberungsversuche vielmals am Starrsinn der Einwohner scheitern. Wer sich den ausländischen Investoren verschreibt, sieht mehr den Profit zur Sicherung des Überlebens im Fokus, als das untergeordnete Arbeiten.

Die Natur hat sich Pyros bei zunehmender Abwanderung der eigentlichen Bevölkerung zurückerobert. Besiedlungsspuren sind überwuchert oder durch Vulkanausbrüche zerstört, unter Lava bedeckt. Die Mischung aus unberührter Natur, die sich friedlich und in höchster Artenvielfalt entwickelt, bildet einen Kontrast zu Katastrophengebieten. Naturaufnahmen aus Pyros sind beeindruckend, locken mehr Abenteurer an, als in der menschenfeindlichen Umgebung überleben können. Erdbeben und Vulkanausbrüche sind für das Land typisch, derzeit wirkt der Vulkangürtel, der sich quer durch das Gebiet zieht, besonders aktiv - und doch spucken die Berge nicht jedes Mal Feuer. Manchmal sind es nur giftige Dämpfe, die aus einer Spalte aufsteigen.
Raubtiere, bis hin zu Drachen, fühlen sich ebenso wohl wie Kleintiere - vorausgesetzt, sie sind für die hohen Temperaturen Pyros' gemacht. Diese sind nicht nur durch die vulkanische Aktivität bedingt, sondern auch allgemein liegt das Gebiet in einer warmen Region. Von Domino in Richtung Callisto steigen die Durchschnittstemperaturen nochmals merklich an. Trotz der Höhen, die in Pyros erreicht werden, ist Schnee ein Fremdwort.

Moderne und einsatzfähige Technologie ist in Pyros selten und tritt nur inselartig auf. Diejenigen, die aus dem Ausland ins Land kommen, bringen ihre Ressourcen mit. Sind sie Abenteurer, stellen sie schnell fest, dass es in Pyros an Infrastruktur fehlt, um beispielsweise digitale Verbindungen aufbauen zu können. Sind sie Unternehmer, die Pyros' Bodenschätze abbauen wollen, schaffen sie sich die Möglichkeiten, um innerhalb ihres eigenen Abbaugebiets ein Minimum an Technologie nutzen zu können, selbst. Das sind die einzigen Orte im Land, an denen einem regelmäßig schwebende Fahrzeuge begegnen. Reparaturen an diesen sind nur bis zu einem begrenzten Ausmaß wirtschaftlich sinnvoll, denn generell gilt: Was kaputt ist, ist kaputt und bleibt irgendwo liegen. Neuanschaffungen und der Transport nach Pyros sind für die Unternehmer in der Regel rentabler.

Pyros' eigene Einwohner sind technologisch sehr schlecht ausgerüstet. Was auch immer an Technik die letzten Katastrophen überstanden hat, ist mangels Infrastruktur oft nutzlos. Die Energiequellen zum Wiederaufladen sind selten. Beute von den Einwandern jeglicher Art zu machen, gilt zwar als schick und verschafft einem zeitweise Vorteile gegenüber anderen Lebensgemeinschaften - doch lange hält das nicht vor. Ausrangierte Geräte werden oftmals aufgehoben, um sie als Ersatzteillager nutzen zu können. Das ist mehr ein Ideal als tatsächlich realisierbar - die Fähigkeiten fehlen.

Fakten
Das Wichtigste in Kürze:
  1. Pyros ist heute ein rechtsfreier Raum, indem verschiedene Gruppen ihre eigenen Systeme erschaffen und sie durch Kriege miteinander wieder zerstören
  2. Pyros' indigene Bevölkerung mutet karibisch bzw. mittelamerikanisch an, darüber hinaus gibt es (unfreiwillige) Einwanderer, die allesamt mit schweren Lebensbedingungen und einem geringen Lebensstandard auskommen müssen
  3. Pyros' Bildung wird vollkommen privat organisiert oder fällt aus, der Besuch von ausländischen Schulen kann fast nur über Stipendien durch Hilfsorganisationen realisiert werden
  4. Pyros' Begabte verfügen typischerweise über Feuermagie und übermenschliches Temperaturempfinden
  5. Pyros besitzt kein landesweites Militär, zur Verteidigung ist aber fast jeder Einwohner fähig
  6. Pyros zählt zu den tropischen Gebieten, zeichnet sich dazu durch Vulkane und häufige Naturkatastrophen aus, wie man sie vergleichsweise 2010 auf Haiti sehen konnte
  7. Pyros schwankt zwischen Technologie-Hotspots und deren absoluter Abwesenheit