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Romulea

Romulea
Der Inselstaat Romulea liegt im Nordwesten der magischen Dimension vor der Küste Solarias, das auch der einzige Nachbarstaat ist. Klimatisch und an der Optik der Bevölkerung wird die Nähe der Länder unmittelbar deutlich, wenn sich auch nie eine weiße Herrschaftskultur in Romulea etablieren konnte. Stattdessen ist das Leben in traditionellen Bevölkerungsgruppen organisiert, die vom König entweder direkt beherrscht werden oder ihm tributpflichtig sind. Sklavenhaltung schützt keine Bevölkerungsschicht, Männer werden insgesamt bevorzugt und Polygamie liegt an der Tagesordnung. Eine religiöse Grundhaltung durchzieht das Land, das gleichzeitig über die älteste Bibliothek und viele Gelehrte verfügt. Die Bildung, auch auf magischer Ebene, ist gut, ist aber bestimmten Bevölkerungsschichten vorbehalten. Spezialistenausbildungen finden im Ausland statt.

Population Bildungsstand Militärmacht Artenvielfalt techn. Fortschritt

Das prunkvolle Hofzeremoniell Romuleas erinnert an die Verhältnisse in Solaris, zu denen das Inselreich ebenso wie Solaria, Espero und Koria einst gehörte. Überwiegend ist man jedoch zu einer Form der Monarchie zurückgekehrt, die vor dem Großreich bereits existierte. Dabei lässt sich der Staat in ein Zentralromulea und eine Anzahl Herzogtümer trennen, die teils sehr autonom sind, eigene Formen der Herrschaft, Erbfolge und Heiratspolitik ausgebildet haben und dem König von Romulea lediglich tributpflichtig sind.
In Zentralromulea gilt der eigene König als Personifikation der Hauptgötter und wird entsprechend verehrt. Als rachsüchtiger, grausamer Gott wird er gefürchtet und gleichzeitig als gütiger Gott angesehen, der an den Belangen des Volkes interessiert ist. Dies bildet sich im Staat dadurch ab, dass der König nicht absolutistisch herrscht, sondern seine Räte einbeziehen muss. Das ist zum einen ein Ältestenrat, in den jede Adelsfamilie geschlechtsunabhängig einen Vertreter entsendet. Zum anderen ein von allen Männern in Zentralromulea gewählter Rat junger Männer.
Die Herrschaft in Zentralromulea ist insgesamt männlich dominiert. Königs- wie Adelstitel werden ausschließlich an männliche Nachkommen vererbt. Dabei hat der älteste Sohn den höchsten Anspruch. In jeder Bevölkerungsschicht werden Ehen von den Eltern arrangiert, sie sind mit hohen Mitgiften und großen Feierlichkeiten verbunden. Polygamie ist zumindest für Männer möglich.
Trotz dieser männlichen Dominanz ist die zweitmächtigste Person im Staat eine kinderlose Frau. Sie ist eng mit dem herrschenden König blutsverwandt und trägt anstelle seiner Ehefrau den Titel Königin. Ihr gegenüber ist der König zu Rechenschaft verpflichtet. Sie ist die Personifikation der höchsten weiblichen Gottheit. Ihr steht ein Vetorecht gegenüber allen Regierungsentscheidungen zu. Ihre Position ist nicht erblich, sondern sie wird vom Ältestenrat gewählt. Die Königsfamilie versucht oft jedoch gezielt, Töchter zu Kandidatinnen auszubilden.
Herrschaft können König und Königin nur gemeinsam ausüben. Der Tod oder die Regierungsunfähigkeit des einen beendet auch die Regierungszeit des anderen. Zu den Bedingungen, eine der Positionen überhaupt antreten zu können, gehört eine magische Begabung und deren Ausbildung als Hexe oder Hexer.

Welche royalen Charaktere benannt oder bereits bespielt sind, kann der Liste entnommen werden.

Die Bevölkerung Romuleas lässt sich in drei große, sehr unterschiedlich funktionierende Gruppen unterteilen:
  • Einwohner des zivilisierten Zentralromuleas
  • Angehörige halbnomadischer, tributpflichtiger Stämme
  • entflohene Sklaven und Gesetzlose
Zentralromulea erstreckt sich um die Hauptstadt des Landes und scheint, trotz der großen Differenz zwischen armer und reicher Bevölkerung in jeder Siedlung deren Struktur nachempfinden zu wollen: Um ein Zentrum aus Marktplatz, Herrscherhaus und Tempel erstrecken sich alle anderen Gebäude in einer mehr oder weniger kreisförmigen Anordnung. Einzeln liegende Anwesen oder unbebaute Grundstücke sind so selten wie große, private Gärten. Der Bevölkerung ist, anhand ihrer Kleidung, der soziale Stand deutlich anzusehen: Je weißer und feiner der Stoff, desto höher der Stand. Je mehr sich mit Naturmaterialien beholfen wird oder barfuß gegangen wird, desto wahrscheinlich hat man es mit einem Sklaven zu tun.
Sklavenhaltung ist in Romulea so üblich, wie den eigenen Göttern Menschenopfer darzubringen, und es gibt keine Gesetze, die einen Sklaven schützen - nicht einmal davor, überhaupt in die Sklaverei verkauft zu werden. Der eigenen Schwiegermutter kann man sich so ebenso entledigen, wie der Staat sich Gefängnisse erspart, indem Urteile in Form von 'Versklavung auf Zeit' gesprochen werden. Ein solcher Urteilsspruch ist für die verbliebene Familie teils Segen, teils Fluch: Die insgesamt männlich dominierte Gesellschaft Romuleas erlaubt lediglich Männern die Polygamie, so dass bei einer Verurteilung drei Möglichkeiten bestehen. Entweder die Nachkommen und Ehefrauen werden ebenfalls versklavt, oder die Familie stürzt in Armut oder die Frauen haben die Gelegenheit, für sich selbst zu sorgen und werden ausschließlich in dieser Stellvertreterposition für ihren Mann auch als handlungsfähige Mitglieder der Gesellschaft anerkannt.
Zu den Pflichten gehört die regelmäßige Verehrung der drei Götter, als deren Nachkommen die Einwohner Romuleas sich empfinden - und als deren Personifikationen sie ihre Herrscher sehen.

Eine entsprechende Glaubensvorstellung findet sich auch in den Stämmen wieder, die aus religiösen Gründen und für die Aufrechterhaltung eines gemeinsamen militärischen Schutzes ihre Tribute entrichten. Als Halbnomaden haben sie zwar eigentlich feste Wohnorte, folgen meist aber den Tieren, die ihre Lebensgrundlage bilden, in die Landesteile, die mehr Wasser und Futter in der jeweiligen Jahreszeit bieten. Sklavenhaltung, Polygamie und männliche Dominanz sind auch hier üblich - Frauen wurden lange gar als Belastung gesehen, da die Brautfamilie für Hochzeit und Mitgift aufzukommen hatte. Der aktuelle Mangel an Frauen hat das Blatt in einigen Stämmen jedoch gewendet. Die Kleidung ist bunt, besteht vielfach aus Naturmaterialien - oder fehlt. Denn Unterschiede im Lebensstandard kennen auch Stammesmitglieder.

Für Geschlechterrollen oder Religion interessiert man sich unter den entflohenen Sklaven und Gesetzlosen wenig. Inwiefern die persönliche Bereicherung oder ein Gemeinschaftsgeist höher gewertet wird, ist eine individuelle Entscheidung. Der Lebensraum in den Bergen Romuleas bietet jedoch wenig Lebensgrundlage, so dass Raubzüge und Tauschgeschäfte notwendig sind. Diese Gesellschaftsgruppe ist die einzige, die ethnische Vielfalt aufweist, da man Sklaven auch aus dem Ausland bezieht, wenn beispielsweise Piraten aus Hoggar Schiffspersonal loswerden wollen - das offiziell nie jemand in Romulea gesehen hat.

Ansonsten entspricht die Bevölkerung dem Hauttyp 6, ist schwarz mit dunklen Haaren und Augen, wie es in Zentralafrika üblich ist. Einwanderung ist nicht gewünscht, da man ein ähnliches Schicksal wie in Solaria befürchtet. Bei einer Geburtenrate von 3,8 und einer oft guten medizinischen Versorgung wächst die Bevölkerung aber auch so und belastet zunehmend den knappen Lebensraum. Begabte werden insgesamt höher geschätzt als Menschen, sie stehen den Göttern näher und besonders häufig ist in Romulea eine Begabung im Bereich Nekromantie.

Bildung ist in Romulea ein Privileg, das nicht mit Geld zu kaufen ist. Zugang zum grundsätzlich guten Bildungssystem erhält im eigenen Land nur, wer zum Adel gehört. Dies gilt sowohl für allgemeinbildende als auch weiterbildende Schulen. Letztere bilden nur selten Spezialisten und Feen aus, deutlich häufiger sind Hexen und Hexer. Magieschulen existieren mit einer Ausnahme nur in Zentralromulea. Lediglich einer der Stämme hat es sich zur Aufgabe gemacht, Hexen aus allen Schichten auszubilden. Da dies vom Staat nicht gern gesehen wird, sind hohe Sicherheitsvorkehrungen und häufige Umzüge für die Zeltschule notwendig.

Vorsichtig hat auch die allgemeine Bevölkerung zu sein, die Schulbildung privat organisiert. Es wird bestraft, die Fähigkeit des Lesens und Schreibens weiterzuvermitteln. Und nur weil Romulea seine Bildung so sorgsam hütet, heißt es in der Selbstdarstellung, verfügt das Land über die älteste Bibliothek der magischen Dimension. Hier haben Aufzeichnungen überdauert, die andernorts mutwillig zerstört wurden. Damit zu arbeiten, ist fast ausschließlich Romuleas zahlreichen Gelehrten vorbehalten. Während man den eigenen Nachwuchs zur magischen Ausbildung gern auch ins Ausland schickt, schottet man die eigenen Ressourcen ab - und rühmt sich mit Erfindungen wie dem heute international geltenden Zahlensystem.

Während sich Romulea überschwänglich mit seinen literarisch-wissenschaftlichen Ergüssen rühmt, scheint das Militär nichts an seinem Stellenwert innerhalb der Gesellschaft eingebüßt zu haben. Im internationalen Vergleich zählt das Heer nicht zu den besten, größten oder modernsten, im Inland verspürt man jedoch großen Stolz gegenüber der Fähigkeit, sich vermeintlich uneingeschränkt gegen das Schalten und Walten in den Nachbarländern durchsetzen zu können. Seit dem Zerfall des Großreiches Solaris besteht Romulea in seiner Form und kann so mit Fug und Recht behaupten, eine funktionstüchtige Strategie entwickelt zu haben, die alle drei Einsatzbereiche, also Luftwaffe, ein Heer zu Land und die Marine, betrifft. Keiner der Bereiche tut sich besonders hervor in seiner grundlegenden Mittelmäßigkeit, allgemein fungiert das Militär des Landes hauptsächlich zur Verteidigung und zur Sicherheit im Inland. Bei regelmäßigen Einsätzen nehmen Militärs entweder die Funktion der Polizei wahr oder bemühen sich um die Jagd nach entflohenen Sklaven. Beiden Arten der Gesetzesvertretung bringt man in der gehobenen Gesellschaft entsprechendes Ansehen entgegen, aber auch die direkt der Verteidigung zugeschriebenen Mitglieder genießen einen gewissen Ruhm.

Allgemein besteht das Militär, unabhängig von der Funktion, aus zwei großen Gruppen: grundsätzlich steht es jedem Bewohner Romuleas frei, sich freiwillig für den Dienst am Land zu verpflichten. Gleichzeitig entsenden die halbnomadischen Stämme als Ersatz der finanziellen Tributzahlungen Freiwillige aus den eigenen Reihen, die im Vergleich zum normalen Soldaten jedoch keinen Sold beziehen. Ihre Versorgung wird sichergestellt, während sie als Tribut ihres Stammes im Militär agieren. Die Mischung aus den verschiedenen Herkunftsorten macht sich spätestens in der Gemeinschaft bemerkbar, wenn unterschiedlichste Dialekte und Sprachen, die sich in den diversen Herzogtümern und Stämmen entwickelt haben, aufeinandertreffen. Aus diesem Grund werden angehende Soldaten zunächst der Amtssprache unterwiesen, bevor sie die weitere Kampfausbildung durchlaufen. Da die Magie hier wie bei so vielen Angelegenheiten im Fokus steht, legt man vermehrt Wert auf eine magische Verteidigung, statt auf herkömmliche Waffen und körperlichen Kampf.

Die Ausstattung des Militärs variiert, ist aber solide und ausreichend. Es wird besonderen Wert auf technomagisches Equipment zur Abwehr feindseliger Magien gelegt, wobei teilweise herkömmliche Arten der Verletzungen gefährlich vernachlässigt werden.

Auf den ersten Blick setzt sich Solarias Landschaft und Klima in Romulea fort: Heiße Tage treffen ganzjährig auf kalte Nächte. Verschiedene Formen der Wüste, inklusive wüstenartiger Hochebenen und Gerölllandschaften, prägen das Landschaftsbild. Die Vegetation und Artenvielfalt ist überwiegend spärlich, denn Romulea hat zwar große Grundwassermengen, doch diese kommen nur an wenigen, grünen Oasen natürlich nach oben. Trotz magischer Förderung dieser Wassermengen ist Romulea größtenteils landwirtschaftlich kaum nutzbar - bietet aber Möglichkeiten für den Abbau anderer Rohstoffe: Sand und verschiedene Steine bishin zu Diamanten können insbesondere im Onvyr Gebirge abgebaut werden.
Viehwirtschaft wird halbnomadisch, für den Eigengebrauch der Besitzer betrieben, der Vegetation wird jedoch nur selten in den südöstlichen Teil des Staates gefolgt. Das Küstengebiet auf dieser Seite, aber auch die Tanyth Inseln sind vielfach noch von Regenwald bedeckt. Die verbliebenen Gebiete, in denen hohe Temperaturen und Luftfeuchtigkeit ganzjährig ein gutes Wachstum ermöglichen, werden zunehmend besser geschützt. Vielfach wurde die Natur jedoch für den Anbau von Kaffee geopfert. Eine wirkliche Artenvielfalt findet sich erst vor der Küste Romuleas. Die teils unwegsamen, von dicht unter der Wasseroberfläche liegenden Felsformationen geprägten Gebiete sind ein gutes Rückzugsgebiet. In der Regel sind die direkten Küstenlinien Romuleas auch nicht besiedelt, da häufige Salznebel Lebewesen und Pflanzen belasten, nur in Ausnahmefällen und zeitweise gesundheitsfördernd sein können.

Zentralromulea ist insbesondere in der Hauptstadt eine technologische Hochburg, wenn es auch kaum eigenständige Entwicklungen des Landes gibt. Jegliche Technologie wird aus anderen Staaten importiert, bevorzugt aus Solaria - und zu entsprechend hohen Preisen verkauft. Es gibt ein Interesse der Oberschicht daran, dass insbesondere private Unterhaltungstechnologie ihresgleichen vorbehalten bleibt. In Konsequenz daraus ist Sklaven der Besitz verboten, sie dürfen allerdings schwebende Fahrzeuge für mehrere Personen steuern. Dass hier die Grenze zwischen unrechtmäßiger Benutzung und Beauftragung durch die Besitzer nicht immer klar ist, macht ungerechtfertigte Bestrafungen möglich.
Dass die Zentren der Siedlungen oftmals für magische Fahrzeuge gesperrt sind, lässt diese auf den großen Kreisstraßen wie Satelliten oder Monde um einen Planeten kreisen. Doch schon wenn man die Stadtmauer der Hauptstadt verlassen hat, wird die technologische Ausstattung insgesamt schwächer. Die anzutreffenden Modelle werden älter, ramponierter. Der Verkauf von Neuware lohnt in diesen Landesteilen nicht mehr, weil sie sich niemand leisten kann. Und ebenso setzen Geschäfte jenseits des zahlungskräftigen Zentrums auf analoge Möglichkeiten der Präsentation: Kleidung muss wirklich anprobiert werden und vorhanden sein.

Durch weite Teile Romuleas führt jedoch nicht einmal ein Straßennetz, Kamelkarawanen sind eher vertreten als schwebende Fahrzeuge. An eine digitale Infrastruktur ist hier gar nicht erst zu denken. Technologien zu besitzen, ist hier vielfach vollkommen uninteressant. Wenn sie verwendet werden, dann unterstützen sie meist lebensnotwendige Prozesse.

Fakten
Das Wichtigste in Kürze:
  1. Romulea ist eine Monarchie mit tributpflichtigen Herzogtümern, in dem König und Königin verwandt, aber nicht verheiratet sind, sie werden als Göttervertreter verehrt und unterliegen je nach Position einer anderen Erbfolge und Ehepolitik
  2. Romuleas Bevölkerung weist ein hohes Wohlstandsgefälle auf und hat einen sehr dunklen Hautton, der an Zentralafrikaner erinnert
  3. Romulea empfindet sich für die Wissenschaft als sehr wichtig, behält Bildung allgemein wie magisch jedoch dem Adel vor und bildet besonders Hexen und Hexer aus
  4. Romuleas Begabte verfügen typischerweise über Nekromantie als Magieform
  5. Romuleas Militär ist wichtig, die Angehörigen werden teils dazu gezwungen und Magie ist die bevorzugte Angriffs- und Verteidigungsform
  6. Romuleas Vorbild ist Zentralafrika in seinem Übergang von Wüste über Felsenwüste zu Regenwald, es ist die Heimat des Kaffees
  7. Romuleas technologischer Fortschritt ist, wie Bildung, der Oberschicht vorbehalten, dort aber sehr gut