Bild
Dieses Forum nutzt Cookies
Dieses Forum verwendet Cookies, um deine Login-Informationen zu speichern, wenn du registriert bist, und deinen letzten Besuch, wenn du es nicht bist. Cookies sind kleine Textdokumente, die auf deinem Computer gespeichert sind; Die von diesem Forum gesetzten Cookies düfen nur auf dieser Website verwendet werden und stellen kein Sicherheitsrisiko dar. Cookies auf diesem Forum speichern auch die spezifischen Themen, die du gelesen hast und wann du zum letzten Mal gelesen hast. Bitte bestätige, ob du diese Cookies akzeptierst oder ablehnst.

Ein Cookie wird in deinem Browser unabhängig von der Wahl gespeichert, um zu verhindern, dass dir diese Frage erneut gestellt wird. Du kannst deine Cookie-Einstellungen jederzeit über den Link in der Fußzeile ändern.
The Heart and The Sword Foren-Wiki
160
Alfea
185
Wolkenturm
185
Rote Fontäne
0
Andere
Callisto

Callisto
Callisto liegt im äußersten nord-östlichen Quadranten der Magischen Dimension. Umgeben vom unendlichen Ozean liegt es in unmittelbarer Nähe zu Pyros. Flächenmäßig zählt es zu den kleineren Reichen mit zahlreichen Inseln und verzeichnet eine eher geringe Bevölkerungsdichte. Das Reich hält sich gegenüber den anderen bedeckt, verfügt nur über eine kleine militärische Streitkraft und einen mittleren Bildungsstandard.

Population Bildungsstand Militärmacht Artenvielfalt techn. Fortschritt

Getrennt durch ein gesellschaftlich abgestorbenes Land, liegt Callisto abgeschnitten von der westlichen Zivilisation. Einflüsse Pyros‘ haben sich auch in der Landesstruktur Callistos durchgesetzt und vom ehemaligen Glanz ist wenig verblieben. Vor Jahrtausenden, da Callisto, Pyros, Domino und Andros noch das Großreich Ered bildeten, strotzten die Gebiete des heutigen Callistos vor Rohstoffen und boten trotz der Abgeschiedenheit vielen Einwohnern nahrhaften Boden. Von der zunehmenden klimatischen Veränderung und der Separierung Ereds in viele kleinere Reiche erholte Callisto sich nie. Erinnerungen an alte, bessere Zeiten findet man nur noch in der Groß- und Hauptstadt, in welcher die große Königsfamilie mit ihren dutzenden Ablegern sowie ihr zugewiesener Adel hausiert. Der Großteil der Bevölkerung lebt in maroden Kleinstädten und Dörfern. Es mag der undurchsichtigen Herrschaftsstruktur oder der Abwesenheit eben jener im Leben der Bewohner geschuldet sein, dass das Land mit jedem vergangenen Jahr mehr verkam. Callistos Spitze bilden seit Jahrtausenden Hexen und Hexer, alle aus einer Sippe entstammend. Geheiratet wurde und wird auch heute nur in der eigenen Familie, was nicht selten zu Fehl- oder Missgeburten oder körperlichen Defiziten in der Königsfamilie geführt hat. Der Thron ist begehrtes Gut und Todesurteil gleichermaßen. Hohe Fluktuation durch Intrigen und Mord an den eigenen Eltern, Geschwistern oder gar Kindern führt zu Unsicherheit in der Regierung, die dank absoluter Monarchie niemandem Rechenschaft schuldig ist. Bei Kinderlosigkeit besteigt in der Regel ein Geschwisterteil als Nachfolger den Thron, im Falle von Nachwuchs für gewöhnlich das Erstgeborene. Geschlechter sind nicht weiter von Relevanz, ebenso wenig eine potenzielle Ehe, sodass auch alleinstehende Anwärter den Thron besteigen können. Dass sich kaum ein König oder eine Königin in den letzten Jahren um die Belange der Bürger scherte, hängt wohl nicht unwesentlich mit dem eigenen tagtäglichen Überlebenskampf unter der verräterischen Sippschaft zusammen.

Der Hof des Adels entstand aus der Not heraus und noch heute finden sich direkte Strukturen, entstanden vor Jahrhunderten, wieder. Keines der Adelsmitglieder hat blaues oder anderweitig gesegnetes Blut in seinen Adern fließen. Einst wurden Familien zum Dienste der Könige verpflichtet, zur Unterhaltung an den Hof zitiert, damit das Königshaus nicht in ewiger Einsamkeit zu verweilen hatte. Bis heute genießt der Adel deutlich mehr Privilegien als das gemeine Fußvolk. Er hat Zugang zu Berufen am Königshof, Mitglieder genießen einen gewissen Wohlstand, hausen in schönen Wohnungen und werden allein durch ihre Anwesenheit entlohnt. Jedes Königsfamilienmitglied ist bemächtigt, eine Familie in den Adelsstand zu erheben, weshalb viele dieser gesegneten Familien eine gewisse Loyalität zu „ihrem“ Königsfamilienmitglied verspüren. Ehrliche Treue sucht man hier allerdings auch meist vergebens, denn der Wunsch nach einem besseren Leben lässt auch den Adel über Leichen gehen.

Welche royalen Charaktere benannt oder bereits bespielt sind, kann der Liste entnommen werden.

Callistos Population ist klein, was nicht unwesentlich mit der Abgeschiedenheit und den schwierigen Lebensbedingungen zusammenhängt. Viele Einwohner wanderten bereits ab, in der Hoffnung, ein besseres Leben andernorts führen zu können. Zudem driftet die Populationsrate zwischen den Schichten deutlich auseinander: aufgrund der Bestimmung, stets nur in der eigenen Familie zu heiraten, grundsätzlich aber nicht gebunden sein zu müssen, bekommen Mitglieder der Königsfamilie im Schnitt nur 0,81 Kinder. Viele Versuche gehen bereits vorher ab oder werden kurz nach der Geburt nach Feststellung etwaiger Entstellung getötet. In der breiten Bevölkerung, die weitgehend ihrer Zeremonien und Religion frönen kann, keinerlei Berührungsängste oder Scham verspürt, liegt die Reproduktionsrate bei durchschnittlich 4,18 Kindern pro Haushalt. Viele von ihnen erreichen nicht das durchschnittliche Begabtenalter, versterben an Hunger, den Unwegsamkeiten Callistos oder wandern schlicht für bessere Lebensbedingungen ab. Die Frauen Callistos zählen zu den fruchtbarsten der Dimension, doch die schlechte Umgebung sorgt für eine beständige Abnahme der Population.

In Armut oder umgeben von Egoismus und Machtgier zu leben, erscheint nur wenigen Ausnahmen besonders erstrebenswert, weshalb Zuwanderung in Callisto nahezu nicht präsent ist. Einflüsse anderer Kulturen überwinden nur selten die Grenzen zu Pyros, was die Bevölkerung zumindest optisch homogen wirken lässt: Ober- wie Unterschicht sind von dunklem (5) bis schwarzem (6) Hauttyp mit dunklen Augen und schwarzem Haar. Sie erinnern an Einwohner des Kap Verde an der Nordwestküste Afrikas.

Obwohl sie äußerlich, ungeachtet der Kleidung, kaum zu unterscheiden sind, driften Ober- und Unterschicht in Callisto weit auseinander. Während die Königsfamilie und ihr Adel in ihren deutlich bequemeren, beheizten, wasserdichten Wohnungen flanieren, vernünftiges Essen und sauberes Wasser genießen, lebt die Unterschicht oft in maroden Häusern oder improvisierten Unterkünften in Dörfern und Kleinstädten. Die Infrastruktur ist selten gegeben, Abwasserkanäle schlicht nicht existent. Die wenigen „Straßen“ stinken nach Exkrementen, während wenige Meter weiter auf dem zentralen Platz, der jede Siedlung ausmacht, ein großes Feuer entfacht wird, um den Göttern zu huldigen. Callistos Unterschicht ist kulturell vielfältig und der Erocrethy-Kult gut erhalten geblieben. Jedes Dorf huldigt eigenen Göttern, die doch alle einem Kult zuzuordnen sind. Sie beten zu ihnen für Gesundheit, für besseres Wetter, nahrhafte Böden und eine reiche Ernte, denn von der gut situierten Oberschicht erhofft hier niemand etwas. Callisto vereint zwei Kulturen, die unterschiedicher nicht sein könnten.

Auch im Bereich der Bildung und des Wissensstandes klafft ein Abgrund zwischen beiden Bevölkerungsgruppen in Callisto. Die Oberschicht, also das Königshaus sowie der ernannte Adel, genießt die Vorzüge einer privaten Ausbildung durch Gelehrte und besuchen Schulen im Ausland, um ihre magischen Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Fast alle Mitglieder dieser Schicht sind magisch begabt, Menschen genießen hier kein gutes Ansehen. Werden menschliche Kinder in die Königsfamilie geboren, werden sie geduldet, haben jedoch keinen weiteren Anspruch. Dieser Einstellung geschuldet, wählt so auch die überwiegende Mehrheit die Ausbildung zur Hexe oder zum Hexer, einige wenige, höchstens im Adel zu finden, wählen den Pfad der Fee. Spezialisten aus Callisto genießen einen besonderen Ruf, sie gelten als Unberührte und werden für all jene unangenehmen Aufgaben zur Hilfe gerufen, die nicht im offiziellen Namen einer Regierung ausgeübt werden dürfen. Ausgebildet wird in Callisto selbst nur in einer weiterführenden Magieschule, die lediglich der Oberschicht zugänglich ist. Grundsätzlich genießen sie einen international zwiespältigen Ruf, da die Lebenssituation der breiten Bevölkerung für viele Reiche inakzeptabel ist, die Oberschicht jedoch renommierte und angesehen Gelehrte und mächtige Begabte hervorbringt.

Eine grundlegende Schulpflicht existiert in keiner Schicht. Wo die Schönen und Mächtigen sich Privatunterricht leisten, gelten die restlichen Bewohner nicht ohne Grund international als unzivilisiert und eigentümlich. In Abwesenheit von entsprechender Zivilisation bildete sich eine laute, aufgeschlossene Gesellschaft, die weder Scham noch westlichen Anstand verspürt. Die wenigsten können lesen und schreiben, ihre Sprache ist urtümlich und variiert von Dorf zu Dorf, sodass auch innerhalb des Landes Kommunikationsschwierigkeiten auftreten. Wissen wird von Generation zu Generation getragen, oft fehler- und lückenhaft und doch tut man sein Bestes, um die nächste Generation auf das Leben vorzubereiten. Alles Wissen ist oft vom Einfluss des Erocrethy-Kults geprägt.

In Ermangelung entsprechender Mannstärke ist auch Callistos Militärmacht entsprechend klein. Ein stehendes, aktives Heer ist zwar vorhanden, wird aber hauptsächlich in der Hauptstadt in polizeilicher Funktion genutzt. Als Leibwache und Wächter zur Durchsetzung königlicher Anordnungen ist der Beruf gesellschaftlich in der Oberschicht angesehen, ihre Abwesenheit in den restlichen Dörfern suggeriert jedoch nicht umsonst den Eindruck von Ignoranz. Beitreten kann der hauptsächlich für den Landeinsatz ausgebildeten Truppe nur Nachwuchs des Adels und hochrangige Einwanderer, unzivilisierte Wilde aus der Unterschicht werden hier nicht geduldet. Demnach ist die Zahl aktiver Militärs entsprechend klein.

Es ist dem friedlichen Lebensstil der restlichen Bevölkerung zu danken, die sich in vielerlei Hinsicht zwar als unterdrückt, aber auch schwächlich gegenüber der Regierung empfindet und eine Revolution nicht in Betracht zieht. Obwohl sie sich als stolzes Volk betrachten, begehren nur die Wenigsten gegen die unterbesetzte Wache der Städter auf und die wenigen Fälle wurden aufgrund der pompösen Ausstattung der Kämpfer schnell niedergestreckt. Mit modernsten automatischen Schusswaffen und Schlagstöcken sowie hieb-, stich- und temperaturfester Uniform ausgestattet, können die improvisierten Stöcke und Äxte der Dorfbewohner den Militärs wenig anhaben. Auch gegen Magie scheinen sie durch technomagisches Equipment entsprechend gefeit.

Neben den üblichen Wachen bilden gesonderte Elitetrupps einen weiteren Teil von Callistos Armee. Sie fungieren im Geheimen und über die genaue Aufgabe sind selbst sie selten im Bilde. Sie bestehen aus speziell ausgebildeten Hexen, Hexern und Spezialisten, die den Namen der „Unberührten“ tragen. Man munkelt, dass sie auch international für unangenehme Aufgaben zur Verfügung stehen, bekennen möchte sich jedoch keine Regierung öffentlich dazu. Während die Stadt- und Leibwache nur personengebundene Ausstattung besitzt, können die Trupps auf Luft-, Land- und Wasserfahrzeuge zurückgreifen. Eine allgemeine, für alle Militärs zur Verfügung stehende Ausstattung existiert in Callisto so nicht.

Von Zeit zu Zeit zeigt sich Callisto von seiner schönen Seite, insbesondere denjenigen, die sich tatsächlich für die mannigfaltige Flora und Fauna interessieren. Vom tropischen Klima bestimmt, herrschen hier halbjährlich wechselnde Trocken- und Monsunzeiten, die die Natur je nach Insel maßgeblich beeinflusst und geformt haben: die nach Pyros gerichtete Seite der großen Hauptinsel ist überzogen von Vulkanbergen, trockenen Plateaus und Hügelketten, während die dem Meer zugewandte Seite durch sumpfigen und moorigen Boden kaum betretbar ist. Die Dörfer, die sich hier ansiedelten, sind größtenteils auf Stelzen gebaut und leben in ständiger Gefahr der Überflutung in der regenhaltigen Monsunzeit. Immer wieder zerstören Hurrikans und Flutwellen die kleinen Siedlungen, während in Trockenzeiten die Gefahr von Wirbelstürmen omnipräsent ist.

Callisto selbst besteht aus einer Vielzahl großer und kleiner Inseln, letztere mitunter nicht einmal auf den Karten dieser Welt verzeichnet. Das Archipel besteht aus insgesamt einer großen Haupt- und vier kleineren Inseln, an die jeweils eigene angeschlossen sind. Je nach Ausrichtung variiert die dort anzutreffende Artenvielfalt, die sich über Jahrhunderte des wirtschaftlichen Verfalls Callistos wieder etablieren konnte. Viele Tiere und Pflanzen gedeihen hier unter optimalen Bedingungen. Tropischer Regenwald prägt das Bild vieler Inseln, die kaum von Menschenhand berührt worden sind und viele verschiedene tropische Früchte beheimaten.

Die zwei einzigen größeren Städte sind in Zentralcallisto zu finden, in einem Tal umschlossen von Gebirgsketten, setzt man hier auf den einzigen einigermaßen stabilen Untergrund, um große Bebauung zu realisieren. Alle anderen Dörfer sind über die Inseln verteilt und versuchen, die Natur so gut es geht unangetastet zu lassen oder das, was sie nehmen, zurückzugeben.

Technologischer Fortschritt ist in Callisto lediglich in der Haupt- und der einzigen weiteren Großstadt zu finden. Hier profitiert man vom gehobenen Lebensstil des Adels und der Königsfamilie, von den finanziellen Möglichkeiten und einem Streben nach Luxus, um sich bestmöglich von den unzivilisierten Wilden vor den Stadtmauern abzugrenzen. Da das Land selbst nur über begrenzte Gelder verfügt, ist der Fortschritt selbst bislang nur mittelmäßig eingezogen, man schätzt Technik, wie Handys, Computer und Fernseher. Die neueste Technik wird jedoch auch im Palast der amtierenden Königin nicht zu finden sein. Stattdessen holt man hier das Beste aus den wenigen Möglichkeiten heraus und lässt die Unterschicht auch in dieser Hinsicht am langen Arm verhungern.

Während die Oberschicht sich ihren Alltag durch Technologie erleichtert, ist in den Dörfern nichts davon zu spüren. Es mangelt am Grundlegenden, an Bildung und Infrastruktur, an einfachster Ausstattung, wie wasserdichten Dächern oder einer Kanalisation, sodass von Fernsehkonsum oder digitaler Kommunikation nur zu Träumen ist. Die wenigsten Bewohner der Dörfer wissen, was ihnen vorenthalten wird, weshalb es für sie keinen Verlust darstellt. Viele von ihnen leben gänzlich ohne Elektrizität und Technologie.

Fakten
Das Wichtigste in Kürze:
  1. Callisto wird von Hexen in einem Monarchie-Prinzip regiert, wobei das Herrschaftsprivileg nicht besonders begehrt ist
  2. Callistos Gesellschaft weist eine große Schere zwischen arm und reich, schwach und mächtig auf
  3. Callisto ist kaum von Ein-, dafür von starker Abwanderung geprägt
  4. Callistos Einwohner erinnern optisch an Nordafrikaner, wie sie im Kap Verde zu finden sind
  5. Callisto hat keine Schulpflicht und ist für den Durchschnitt schlecht ausgestattet, kaum jemand besucht eine allgemeinbildende oder gar weiterführende Schule
  6. Callistos Adel und die Privilegierten verfügen über Privatschulen und gute Lebensverhältnisse
  7. Callisto verfügt kaum über Militär, da es an qualifiziertem Personal fehlt
  8. Callisto ist geprägt von tropischem Klima, die Vegetation unterscheidet sich jedoch von Insel zu Insel
  9. Callisto hat nur zum Grundlegendsten technischer Ausrüstung Zugang, viele Dörfer leben völlig ohne Technologie