Bild
Dieses Forum nutzt Cookies
Dieses Forum verwendet Cookies, um deine Login-Informationen zu speichern, wenn du registriert bist, und deinen letzten Besuch, wenn du es nicht bist. Cookies sind kleine Textdokumente, die auf deinem Computer gespeichert sind; Die von diesem Forum gesetzten Cookies düfen nur auf dieser Website verwendet werden und stellen kein Sicherheitsrisiko dar. Cookies auf diesem Forum speichern auch die spezifischen Themen, die du gelesen hast und wann du zum letzten Mal gelesen hast. Bitte bestätige, ob du diese Cookies akzeptierst oder ablehnst.

Ein Cookie wird in deinem Browser unabhängig von der Wahl gespeichert, um zu verhindern, dass dir diese Frage erneut gestellt wird. Du kannst deine Cookie-Einstellungen jederzeit über den Link in der Fußzeile ändern.
The Heart and The Sword Foren-Wiki
380
Alfea
155
Wolkenturm
185
Rote Fontäne
0
Andere
Ohm

Ohm
Direkt an der Küste Eraklyons gelegen stellt sich international oft die Frage, ob es sich bei Ohm um einen souveränen Inselstaat oder ein Teilgebiet Eraklyons handelt. Die enge Bündnispolitik lässt Ohm jedenfalls von Bildungsangeboten und Technologien des großen Nachbarn profitieren und auch auf ein eigenes Militär wird verzichtet. Ein friedliches und oft von Landwirtschaft und Religiosität geprägtes Leben herrscht im Inselstaat vor. Jeder weltliche Herrscher ist eigentlich ein religiöser Würdenträger, die Geschlechtertrennung ist abseits verheirateter Ehepaare groß und wird ab dem ersten Lebensjahr über verpflichtende Bildungsanstalten anerzogen. Hinsichtlich Berufen gilt jedoch eine Wahlfreiheit, allerdings gelten diplomatische Vermittlertätigkeiten im Ausland als besonders angesehen.

Population Bildungsstand Militärmacht Artenvielfalt techn. Fortschritt

Bei der Mönchsmonarchie Ohm stellt sich oft die Frage, inwiefern es sich um einen souveränen Staat oder um ein Gebiet Eraklyons mit hoher Autonomie handelt. In früheren Zeiten war es ein gemeinsamer Staat und auf Ohm siedelten sich zunehmend mehr Anhänger der Landesreligion an, die in anderen Teilen Eraklyons eine zunehmende Verweltlichung und Ignoranz der Bevölkerung beklagten. Nirgendwo ist die Konzentration an Klöstern höher - und nirgendwo bestimmen sie in einem höheren Maß die Geschicke eines ganzen Landes mit. In Ohm gibt es ausschließlich geistliche Herrscher, die eine theologische Laufbahn eingeschlagen haben, keine Familie haben dürfen und ihre Posten nicht vererben können. Adel und Erbstreitigkeiten sind in Ohm nicht existent.
Die allgemeine Bevölkerung untersteht dem Abt des Klosters, dem ihre Siedlung zugeordnet ist. Die Äbte und Äbtissinnen gemeinsam wählen, nicht zwangsläufig aus ihren Kreisen, auf Lebenszeit den immer männlichen Großmeister von Ohm. Dieser leitet ähnlich einem König die weltlichen Geschicke des Landes, sorgt für die Aufrechterhaltung des engen Bündnisses zu Eraklyon und auch die wirtschaftliche Stabilität. Hier wird stark gesteuert und nicht nur Eheschließungen, sondern auch Berufswege vom Großmeister beziehungsweise Äbten und Äbtissinnen vorgegeben.

Das Leben in Ohm ist streng religiös geprägt, was sich nicht nur in regelmäßigen Verehrungen des Gottes Ileathos widerspiegelt, sondern auch in der Besiedlung des Inselstaats. Es gibt keine größeren Städte, dafür die dimensionsweit höchste Dichte an Klöstern. Ihnen unterstehen die Ortschaften, genießen zwar viel Selbstverwaltung durch den Dorfältesten, doch am Ende des Tages ist das ganze Leben so durchgetaktet, dass beispielsweise die Arbeitsteilung nur dazu dient, mehr Zeiten für den Gottesdienst frei zu halten. Nicht nur in den Klöstern, sondern auch in den Ortschaften gibt es aus den gleichen religiösen Vorgaben und der Ablehnung von Ablenkung eine starke Geschlechtertrennung. Ab der Pubertät leben nur noch Ehepaare in gemischt geschlechtlichen Haushalten.

Bei einer Geburtenrate von 2,1 bleibt Ohms Bevölkerung gleich stark und erfährt darüber hinaus nur wenig Zu- oder Abwanderung. Den eigenen Glaubensvorsätzen nach gibt es keine Unterschiede zwischen Menschen und Begabten, da jeder seinen Teil zum Wohl der Gemeinschaft und für den Gottesdienst beitragen kann. Die Wirklichkeit sieht so aus, dass Begabte bevorzugt werden, besonders dann, wenn sie über eine der landestypischen Begabungen verfügen: Erdmagie oder Multilingualität. Die hohe Bewertung des ersten erklärt sich im landwirtschaftlich geprägten Ohm leicht. Multilingualität wird im Rahmen hoher Glaubensämter und Auslandsmissionen hoch geschätzt, die Karrierewege entsprechender Begabter ebenso vorgezeichnet wie die anderer Einwohner. Eigene Interessen werden nicht mal bei der Frage berücksichtig, welche Lobeshymne zu Ehren Ileathos' gesungen werden soll.

Sich Ohms Glaubensregeln und Lebensführung zu unterwerfen, ist lediglich für Gläubige des Ileathismus angenehm und hält die Zahl der Zuwanderer ebenso klein wie eine erkennbare Schere zwischen arm und reich innerhalb der Bevölkerung. Ohms Bevölkerung gibt optisch ein ebenso einheitliches Bild ab wie hinsichtlich des Glaubens: Die Hauttypen 3 und 4, als mittelhelle bis gebräunte Haut mit verschiedenen Augenfarben und dunklen Haaren sind typisch. Die Einwohner erinnern an Südeuropäer, die sich zusätzlich hoher Sonneneinstrahlung aussetzen. Die wenigen helleren Ausnahmen sind Nachfahren von Einwanderern aus Eraklyon, die sich aufgrund zunehmender Verweltlichung dort nach Ohm zurückgezogen haben. Alle Einwohner bevorzugen Kleidung, die aus Naturstoffen besteht und bis hin zur Färbung selbst gefertigt wurde. Die Alltagstauglichkeit wird höher gewertet als Mode.

Ohm folgt dem Grundsatz eines lebenslangen Lernens und bezieht nicht nur Schulen, die bis zum 16. Geburtstag besucht werden müssen, in das eigene Bildungssystem ein. Es ist im Gegenteil bereits verpflichtend, das Kind ab dem ersten Geburtstag in eine Kinderkrippe zu geben, um die eigenen Fähigkeiten wieder in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen. Schon Spiele im Kindergarten folgen den theologischen und friedfertigen Glaubensansätzen Ohms. Räuber und Gendarm beispielsweise wird keinem Einwohner Ohms geläufig sein. Es hat nie jemand straffrei seine Hände zum Symbol einer Schusswaffe geformt und damit gezielt.
Da Kinder während des Besuchs einer allgemeinbildenden Schule noch zu Hause leben, sind Schulen mit den ersten fünf Schuljahren in jedem Dorf vorhanden. Lediglich die Abschlussjahrgänge sind oft nur in größeren Orten vorhanden, nach Geschlechtern getrennt und mit Wohnheimen verbunden, die in der Regel bis zur Eheschließung bewohnt werden.

Mit 16 und in Absprache mit seiner religiösen Bezugsperson wird über den weiteren Lebensweg entschieden. Zur Wahl stehen dabei Berufsausbildungen, die im eigenen Land stattfinden und manchmal eine berufsspezifische Ausbildung der eigenen Begabung einschließen, magische Ausbildungen im Ausland oder eine theologische Laufbahn. Letztere ist im Land am höchsten angesehen, bringt den Besuch einer weiterbildenden Schule mit sich, die zur Fee oder zum Hexer ausbildet und mit starken theologischen Schwerpunkten beispielsweise auf diplomatische Tätigkeiten vorbereitet. An magische Schulen im Ausland zieht es Einwohner von Ohm nur selten, vielfach werden Versuche aufgrund des Kulturschocks abgebrochen und nur sehr selten besteht der Wunsch, Spezialist zu werden.

Es mag der direkten Nähe zu Eraklyon oder der Mentalität innerhalb der Gesellschaft geschuldet sein, doch Ohm selbst verfügt über keinerlei aktives Militär. Es werden keine Kämpfer ausgebildet oder kämpferisches Equipment erstanden. Stattdessen behauptet Ohm sich seit Jahrhunderten durch das Abkommen mit Eraklyon. Im Rahmen ehemaliger Friedensverhandlungen verpflichtete sich das Nachbarland so dem Schutze Ohms, während Ohm auf ein eigenes Heer verzichtet und stattdessen Diplomaten für politische Interaktionen bereitstellt. Bis heute hat sich an diesem Abkommen nichts verändert und jeder Bewohner, der eine militärische Laufbahn beabsichtigt, wandert im Laufe der Zeit nach Eraklyon aus. Obwohl hin und wieder Stimmen laut werden, die zur Militarisierung des Reiches aufrufen, löst der Gedanke an ein eigenes Militär bei den meisten Bewohnern Ablehnung aus.

Obwohl Ohm ein weitgehend friedliebender Ansatz nachgesagt und auf ein eigenes Militär verzichtet wird, spielen die Bewohner nicht selten größere Rollen in politischen und militärischen Konflikten anderer Reiche. Mit einem missionarischen Hang ausgezeichnet, fungieren sie oft als neutraler Vermittler oder Verhandlungsführer oder streben diese Rolle sukzessive an. An jedem größeren Herrscherhof finden sich Diplomaten aus Ohm, die allesamt eine theologische Laufbahn absolviert haben.

Neben einigen wenigen anderen Reichen zählt Ohm zudem als Anlaufpunkt für Besserungsklöster der Anderswelt. Ihrem Glauben geschuldet, ermöglichen Ohms Bewohner so zahlreichen Straffälligen eine „Therapie“ statt einer Bestrafung. Alle Klöster Ohms sind mit den anderen Besserungsklöstern der Anderswelt physisch und ideologisch verbunden und verfolgen einen erzieherischen Ansatz während des Aufenthaltes der Sträflinge, um sie später wieder in die Gesellschaft zu reintegrieren. Unterstützt wird das Projekt durch Wachen aus Eraklyon.

Die Hauptinsel Ohms ist eine einzige Hügellandschaft, ohne einen einzelnen steilen Berghang. Bewaldete Flächen, die nicht naturbelassen, sondern künstlich aufgeforstet wurden, wechseln sich mit Weinbergen und Olivenhainen ab. Die komplette Insel ist von der Hand ihrer Einwohner geprägt, die sich gleichzeitig die natürlichen Begebenheiten zu Nutze gemacht haben. Die Hauptinsel und die Amra Inseln im Norden haben ein warmes, gemäßigtes Klima. Im Inselinneren sind die Temperaturen ganzjährig noch mal höher als an den Küsten. Bis auf die Möglichkeit von Schnee können die Temperaturen im Winter zwar abfallen, tun es aber selten.
Die natürliche Vegetation ist inzwischen auf Kleintiere und Vögel beschränkt, deren Vielfalt im Winter größer ist als im Sommer: Ohm ist das Überwinterungsgebiet einzelner Zugvögel aus Zenith und Oppositus. Die als Nutztiere gehaltenen Kühe und Pferde sind die größten tierischen Einwohner der Inseln.
Dies gilt auch für die südlich gelegene Cohnal Insel, die von ihren klimatischen Bedingungen her stärker zwischen den Jahreszeiten schwankt. Schnee ist hier häufiger, die Hügel werden so hoch, dass sie über die Baumgrenze hinaus gehen. Dass die Landwirtschaft hier auf weniger ideale Bedingungen trifft, hat dazu geführt, dass Schutzgebiete und Besserungsklöster prägend für Cohnal sind.

Die gute Beziehung zu Eraklyon macht es Ohm theoretisch möglich, einen guten technologischen Standard zu haben - tatsächlich ist das Land jedoch technologisch rückständig und hat sich dafür auch bewusst entschieden. Die einzige Unterhaltungstechnologie, die es landesweit und im Privatbesitzt gibt, ist das Radio. Das Programm ist staatlich beeinflusst und beinhaltet häufig religiöse Inhalte. Im Westen des Landes ist bei günstigem Wetter das mobile Netz Eraklyons noch zu empfangen, so dass sich der Besitz mobiler Endgeräte für die Einwohner lohnt.

Landwirtschaftliche Technologien, Haushalts- und Transportgeräte können aus Eraklyon jedoch sehr gut importiert werden. Hier profitiert das Land erstens von Eraklyons Entwicklungen und zweitens von dessen Importmöglichkeiten. Die bevorzugten Hovercar-Modelle in beiden Ländern sind die gleichen, in Ohm jedoch sind sie vom Gelände her lohnender. Anstelle eines ausgebauten Straßennetzes über Land steht ein allgemeines Wegerecht, bei dem mehr Rücksicht auf die Ernte als andere Lebewesen genommen wird.

Die berufliche Spezialisierung, die Ohm bereits in frühen Jahren beginnt, birgt auch die Möglichkeit, einer technologischen Spezialisierung. Eigene Entwicklungen, die selten über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind, entstehen in Ohm.

Fakten
Das Wichtigste in Kürze:
  1. Ohm wird als Mönchsmonarchie von einem Großmeister geführt, der auf Lebzeit gewählt wird und seinen Posten nicht vererben kann
  2. Ohm ist geprägt von starker Religiosität und Geschlechtertrennungen unter den Einwohnern, die vielfach vor Generationen aus Eraklyon eingewandert sind
  3. Ohms Bevölkerung ist optisch von der Bevölkerung Zentraleraklyons nicht zu unterscheiden
  4. Ohm verpflichtet die allgemeinbildende Schule vom 1. bis 16. Geburtstag, Spezialisten werden gar nicht ausgebildet und weiterführende Magieschulen bereiten auf konkrete Berufe vor
  5. Ohms Begabte verfügen typischerweise über Multilingualität und Erdmagie
  6. Ohm verzichtet auf eigenes Militär angesichts eines engen Abkommens mit Eraklyon
  7. Ohms Klima und Landschaft erinnert an Norditalien
  8. Ohms Technologie wird nur für berufliche Zwecke genutzt und ist hier gut